Von rund 100.000 Menschen, die bundesweit pro Jahr die MPU absolvieren, kommen laut Statistik zwei Drittel wegen einer Fahrt im Alkoholrausch, 20 Prozent treten nach Drogen- oder Medikamentenmissbrauch an. Die übrigen 14 Prozent sind Punktesünder. Dabei sind extremes Fahrverhalten im Straßenverkehr und als Konsequenz die MPU beinahe ein reines Männerproblem. Der Anteil der Frauen, die zur Untersuchung vorgeladen werden, liegt gerade einmal bei fünf Prozent.
Karin Müller ergänzt die Statistik um einen weiteren Wert: Rund 27,4 Prozent der Kandidaten nähmen die Hürde beim ersten Mal, sagt sie. Wer es nicht geschafft habe, könne im Prinzip beliebig oft antreten, bis es irgendwann mit dem positiven Gutachten klappt. Allerdings ist Untersuchung mit erheblichen Kosten verbunden.